Das Jubiläumsjahr 2012
Sanssouci mit seinen Gärten, das alles überragende Neue Palais: Friedrichs Spuren in Potsdam sind kaum zu übersehen, und sie reichen weit ins Land hinein. 2012 stand die brandenburgische Landeshauptstadt deshalb ganz im Zeichen seines 300. Geburtstags.

Die große Schau im Neuen Palais war der Mittelpunkt. Daneben machten Museen, Theater, Festivals und Gemeinden das Leben des Königs auf ihre Weise zum Thema. Zusammengehalten wurde das Programm von der Dachmarke „Friedrich300“, der sich Veranstalter als Partner anschließen konnten.
Der Geburtstag
Am 24. Januar 2012, dem 300. Geburtstag, feierten Berliner und Brandenburger auf sehr unterschiedliche Art. Die Meldung dazu trug einen Titel, den jeder in Preußen verstand: „Jeder nach seiner Façon“, frei nach Friedrichs berühmtem Satz, dass in seinem Staat jeder nach seiner Façon selig werden solle.
Partner der Dachmarke
| Partner | Beitrag oder Rolle |
|---|---|
| Stadt Potsdam | Gastgeberin des Jubiläums |
| Filmmuseum Potsdam | „Der falsche Fritz“, Friedrich als Mediengestalt im Film |
| Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte | Sonderausstellung über Friedrich und die Kartoffel |
| Potsdam Museum | Ort der Konferenz über Friedrichs Selbstinszenierung im September |
| Hans Otto Theater Potsdam | Theater der Landeshauptstadt |
| Musikfestspiele Potsdam Sanssouci | Festival in den Schlössern und Gärten |
| Höfische Festspiele Potsdam | höfische Feste und Konzerte |
| spotlight Musicalproduktion | ein Musical über Friedrich |
| Kurt Tucholsky Literaturmuseum, Rheinsberg | zweiter Teil der Ausstellung „Friedrich ohne Ende“ |
| Landkreis Ostprignitz-Ruppin | Programm „Sans Souci im Ruppiner Land“ |
| Staatliche Museen zu Berlin | Leihgaben, darunter die Lykomedesgruppe der Antikensammlung |
| fritzplus | „Friedrich d. Große möchte dein Freund sein“, ein Projekt im Netz |
Bildschirm und Zeitung
Das Fernsehen war früh dabei. Schon im Oktober 2011 schaute das ZDF unter dem Titel „Alter Fritz in neuem Glanz“ hinter die Kulissen der Vorbereitungen. Zum Geburtstag beschäftigte sich eine Dokumentation auf 3sat mit dem Seelenleben des Königs, sie hieß „Friedrich. Ein Psychodrama“. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg trug auf einer Themenseite umfangreiches Material zusammen, und die Märkische Allgemeine Zeitung berichtete das ganze Jahr über.
In Berlin zeigte das Deutsche Historische Museum eine Ausstellung zur Rezeptionsgeschichte, zu der Frage also, wie die Nachwelt Friedrich sah. Das Filmmuseum Potsdam widmete sich derselben Frage auf der Leinwand.
Feste im Park
Im Juni lief der Pro Potsdam Schlösserlauf am Neuen Palais vorbei, im August folgte die XIV. Potsdamer Schlössernacht. In solchen Nächten wird der Park zur Bühne, mit Licht auf den Fassaden und mit Feuerwerk über dem Neuen Palais.

Münze, Briefmarke, Spiel
Zum Jubiläum erschienen eine Gedenkmünze und ein Sonderpostwertzeichen. Für Kinder gab es auf der Kinderseite der Schlösserstiftung ein Spiel mit dem Titel „Mit Fritz ein Schloss bauen“. Die Dachmarke selbst wurde ebenfalls ausgezeichnet: Der Marketing Club Berlin verlieh dafür einen Sonderpreis des M Berlin Marketing Award 2012.


Wer heute nach Sanssouci kommt, findet auf Friedrichs Grabplatte oft Blumen und Kartoffeln. Besucher legen sie dort ab, in Erinnerung an den König, der den Kartoffelanbau in Preußen förderte.
Was das Jubiläum für die Forschung brachte, steht unter Forschung. Die zweite Ausstellung des Jahres beschreibt die Seite Rheinsberg.
Grabplatte Friedrichs des Großen auf der Terrasse von Sanssouci: Foto von Hannes Grobe, Lizenz CC BY-SA 2.0 de, über Wikimedia Commons.