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Friederisiko

Was die Presse schrieb

Friederisiko wurde 2012 in deutschen, österreichischen, Schweizer und britischen Blättern besprochen. Die Auszüge stammen aus der Sammlung von Pressestimmen, die rund um die Ausstellung entstand, und sind entsprechend freundlich ausgewählt. Gekürzte Stellen sind mit (…) markiert.

Vor der Eröffnung

So lustwandelt man durch dieses intelligente Panorama Preußisch-Arkadiens und kann einmal mehr darüber staunen, wie dieser rückständige Kleinstaat binnen ein, zwei Generationen zu seinem, dem preußischen Stil fand. (…) So mag man das einzige Manko dieser so facettenreichen, so aufgeklärten Ausstellung über einen aufgeklärten König darin sehen, dass sie leider nicht von Dauer ist.

Die Zeit, 20. April 2012

Frederick's great big boast. Newly opened and restored rooms at Potsdam's Neues Palais crown the king of Prussia's anniversary year.

The Art Newspaper, April 2012

Die britische Kunstzeitung stellte die neu geöffneten und restaurierten Räume an den Anfang ihrer Meldung. Für Leser im Ausland war das Schloss die eigentliche Neuigkeit.

Saal mit roter Wandbespannung, Gemälden in Goldrahmen und einem großen Kronleuchter

Die Tage der Eröffnung

Ende April erschienen die großen Besprechungen fast gleichzeitig. Auffällig oft lobten die Kritiker das Schloss selbst.

Friederisiko gelingt gleich ein doppeltes Wunder. Die Ausstellung schafft es, Architektur und Ausstattung des Neuen Palais gewissermaßen zum Sprechen zu bringen. Und sie lässt dem Besucher die Freiheit, sich selber ein Bild zu machen.

Christian Schröder, Der Tagesspiegel, 27. April 2012

Ein Schuh, ein Zitat, und wenn man will, öffnet sich eine ganze Welt. (…) Ein opulentes Fest auf 6.000 qm.

Dirk Becker, Potsdamer Neueste Nachrichten, 27. April 2012

Die schönste Wohnungsbesichtigung des Jahres

Susanne Schulze, B.Z., 27. April 2012

Vergnüglicher und lehrreicher kann man sich dem kleinen Monarchen, den man den Großen nannte, kaum nähern, als durch diese Exposition, die die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und das Land Brandenburg auf die Beine gestellt haben.

Sabine Dultz, Münchner Merkur, 27. April 2012

Es hat Folgen auf das Friedrichbild, dass man jetzt die auf Jahrzehnte umfangreichste Ausstellung zum großen König Preußens ins Neue Palais verlegt hat, den Triumph-Neubau nach dem Siebenjährigen Krieg. (…) Alles ist Beredsamkeit hier.

Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 28. April 2012

Die großartige „Friederisiko“-Schau im Potsdamer Neuen Palais erklärt eine ganze Epoche. Das Kuratoren-Doppel Jürgen Luh und Alfred Hagemann macht das Ausstattungsprogramm des Neuen Palais, das den Zeitgenossen so viel über Denken und Handeln des Monarchen verriet, für ein heutiges Publikum wieder lesbar und schlägt zugleich Schneisen ins wuchernde Unterholz der Legenden.

Frank Kallensee, Märkische Allgemeine, 28. April 2012

Condé, so hieß der Schimmelwallach, den Friedrich der Große 1777 erwarb. (…) Jetzt ist es eines der sprechendsten Exponate der Ausstellung, mit der die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten den dreihundertsten Geburtstag Friedrichs des Großen feiert.

Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. April 2012

Konnte Friedrich lieben? Dieser und anderen Fragen des großen zwiespältigen Königs geht die Ausstellung „Friederisiko“ nach.

Nikolaus Bernau, Berliner Zeitung, 28. April 2012

Friederisiko selbst ist gewissermaßen das, was der preußische König (…) immer sein wollte: ein Gesamtkunstwerk. Am Ende ist man ein rechtes Stück klüger.

Basler Zeitung, 28. April 2012

Ein Friedrich für unsere Zeit. Heruntergeholt vom Sockel, aber nicht entzaubert.

Die Welt, 28. April 2012

Besucher sitzen auf einer Bank vor Bildnissen an einer roten Wand

Im Lauf des Sommers

In den Wochen danach folgten Magazine und Zeitungen aus anderen Regionen, und auch sie blieben beim Lob.

Mit der Schau gelingt ein Zeit- und Menschenbild, weil man hier aus der schönen „Not“, bereits fertige, wenn auch von der Zeit gezeichnete Räume zu bespielen, die Tugend einer unverkrampften Geschichtspromenade macht, in der das Schloss immer Hauptakteur bleibt.

Gerald Felber, Salzburger Nachrichten, 2. Mai 2012

Diese Schau ist wie Friedrich: groß (…) widersprüchlich, zupackend, entschieden, ja auch verletzend, und dabei einfach nach den Sternen greifend.

Rhein-Zeitung, 3. Mai 2012

Dieser Preußenkönig bewegt uns noch immer. (…) Das ist alles jetzt, so facettenreich wie noch nie, in der klugen und in ihrer Fülle überwältigenden Ausstellung „Friederisiko“ zu erleben.

Weltkunst, Juni 2012

Mehr als 100.000 Besucher sahen bislang Schau über Friedrich den Großen.

Meldung der Nachrichtenagentur dapd, 27. Juni 2012

Den einzigen Mangel hatte die Zeit schon im April benannt: Die Ausstellung war nicht von Dauer. Am 28. Oktober 2012 schloss sie, und das Neue Palais ging in die Winterpause.

Blick durch eine Flucht von Räumen mit Standuhr, Kamin und roter Seidentapete

Wie die Ausstellung aufgebaut war, steht im Kapitel Die Ausstellung. Die Bücher, die damals ebenfalls besprochen wurden, sind unter Bücher zum Jubiläum versammelt.