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Friederisiko

Bücher zum Jubiläum

Sechs Bücher begleiteten Friederisiko und das Jubiläumsjahr. Zwei davon entstanden in Zusammenarbeit mit dem Hirmer Verlag: ein Begleitband zur Ausstellung und ein wissenschaftlicher Essayband. Die anderen vier führen in die Inszenierung des „Modeaffen“, in die Rettung der Schlösser, zu Friedrich selbst und zu einem Besucher des Jahres 1749.

Die Bücher zu Friederisiko
TitelVerlagUmfang
Friederisiko. Friedrich der Große. Die AusstellungHirmer420 Seiten
Friederisiko. Friedrich der Große. Die EssaysHirmer22 Aufsätze
Der Modeaffe. Eine szenische Promenade durch das Neue PalaisSonderpublikation128 Seiten, 73 Tafeln, 32 Abbildungen
Ein Quart GeschichteSchlösserstiftung74 Seiten, Umschlagposter, Postkarten-Leporello
Jürgen Luh: Der Große. Friedrich II. von PreußenSiedler287 Seiten
„…gantz unvergleichlich…“ Ernst Samuel Jacob Borchwards Reise ins Potsdam Friedrichs des Großen 1749Ludwigca. 112 Seiten, 50 Farbabbildungen

Der Katalog

Ein Besucher beugt sich in einer langen Galerie über eine Vitrine

Der Begleitband folgt den zwölf Themen der Ausstellung. Seine Beschreibung setzt mit einem knappen Satz ein: Friedrich wollte auffallen in der Geschichte, und er tat es, zum ersten Mal mit 18 Jahren durch seine Flucht. Er wollte als Großer gelten, und schon die Zeitgenossen rätselten, wer sich hinter der Rolle verbarg. Ausstellung und Buch versuchten, hinter diese Maske zu blicken.

Im Oktober 2012 stand der Band auf Platz 1 der Sachbuchbestenliste. Eine Jury aus 26 Fachleuten stellt diese Liste jeden Monat zusammen, auf Initiative der Süddeutschen Zeitung, des Buchjournals und des Norddeutschen Rundfunks und mit Unterstützung des Börsenblatts.

Die Essays

Der zweite Hirmer-Band sammelt einen Querschnitt aus den Konferenzen, die die Schlösserstiftung und die Stiftung Preußische Seehandlung seit 2007 gemeinsam veranstaltet hatten. Viele Ergebnisse waren zuvor auf perspectivia.net erschienen. Die Aufsätze rütteln an Gewohntem, zum Beispiel an der Vorstellung vom sparsamen König: Er gab viel für Luxus, Kleidung und Kunst aus. Wie dieser Befund zustande kam, erzählt die Seite Forschung.

Der Modeaffe

Die Sonderpublikation hält die Papierinszenierung von Isabelle de Borchgrave in Bildern fest und begleitet sie Szene für Szene. Sie enthält den Originaltext von Friedrichs Komödie und eine deutsche Übersetzung, der Text erschien auf Deutsch und Englisch. Mehr über das Stück steht auf der Seite Der Modeaffe.

Ein Quart Geschichte

Das Buch erschien im historischen Quartformat, einem Papierformat, das Friedrich gern benutzte. Als eindringliche Momentaufnahme zeigt es Bedeutung, Verfall und Rettung des Neuen Palais und anderer Schlösser. Erstmals stellte die Stiftung darin die Anlagen vor, die im Rahmen ihres Masterplans bis 2017 saniert werden konnten.

Der Große

Jürgen Luh, Friedrich-Kenner und wissenschaftlicher Leiter von Friederisiko, zeichnete zum 300. Geburtstag ein neues Bild des Königs. Manche lieb gewordene Vorstellung wirft er über Bord. Statt eines Helden begegnet man einem Herrscher des 18. Jahrhunderts, dessen Leben und Wollen Luh kenntnisreich und mit Witz ausbreitet.

Johann Friedrich Meyer, Blick vom Brauhausberg auf den Park von Sanssouci, 1772. Weite Flusslandschaft mit Segelbooten, in der Ferne Gebäude auf einem Hügel

Borchwards Reise von 1749

Gelbe Fassade von Schloss Sanssouci mit der Inschrift SANS SOUCI und Sandsteinfiguren

Im Jahre 1749 bereiste Ernst Samuel Jacob Borchward die Residenzstadt Potsdam. Er war Resident des Markgrafen zu Brandenburg-Kulmbach-Bayreuth am preußischen Hof. In seinem bis dahin unveröffentlichten Reisebericht beschreibt er lebhaft die Schlösser, die Friedrich kurz zuvor gebaut oder umgestaltet hatte. Er besichtigte das Potsdamer Stadtschloss mit dem Lustgarten, vor allem aber den Garten und das eben fertiggestellte Weinbergschloss Sanssouci.

Dort erhielt Borchward Zutritt zur königlichen Wohnung und berichtet von ihren kostbaren Kunstwerken. Sein Text ist damit die früheste umfassende Beschreibung des 1744 begonnenen Sommerschlosses. Die Ausgabe ergänzt die Transkription um einen ausführlichen Kommentar der Kunst-, Garten- und Architekturhistoriker der Schlösserstiftung.